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Was ist ein Hallux rigidus?

Auf Grund von Fehlstellungen, Verletzungen (z.B. wiederholte Anprallverletzungen der Großzehe beim Sport), durch eine Rheumaerkrankung, durch Gicht oder aber auch einfach durch Veranlagung kann es zu einem zunehmenden Verschleiß oder Abnutzung der Knorpelgelenkflächen im Großzehengrundgelenk (Arthrose) kommen.

Illustration Hallux rigidus frühes Stadium
Hallux rigidus frühes Stadium

Dabei treten im Laufe der Zeit stärker werdende Schmerzen beim Laufen oder bei Belastung des Fußes, häufig aber auch in Ruhe  (z.B. beim Schlafen) auf. Gleichzeitig verschlechtert sich die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk ("Hallux rigidus"). Im Endstadium ist kaum noch Gelenkknorpel vorhanden oder das gesamte Gelenk bereits zerstört. Zusätzlich bilden sich rings um das Gelenk knöcherne Anbauten, die zum einen mechanisch die Beweglichkeit behindern, zum anderen zunehmende Druckbeschwerden im Schuh auslösen oder auch Entzündungen verursachen können.

Illustration Hallux rigidus fortgeschrittenes Stadium
Hallux rigidus fortgeschrittenes Stadium

Behandlung

Wenn alle nicht operativen Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. die Behandlung mit Medikamenten in Form von Tabletten oder Spritzen, Versorgung mit speziellen Einlagen, Anpassen des Schuhwerkes oder Gangschulung nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, ist ggf. eine operative Therapie anzuraten:

Im frühen Stadium ist eventuell eine gelenkerhaltende Operation möglich: dabei wird das geschädigte Gelenk entlastet, indem der 1. Mittelfußknochen oder das Großzehengrundglied verkürzt werden, um damit mehr Platz für eine bessere Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk zu erzielen. Gleichzeitig werden alle knöchernen Anbauten rings um das Gelenk entfernt.

Illustration gelenkerhaltende Operation
gelenkerhaltende Operation
Illustration gelenkerhaltende Operation
gelenkerhaltende Operation

Im fortgeschrittenen Stadium ist ein Gelenkerhalt nicht mehr möglich: hier empfehlen wir in der Regel die Gelenkversteifung, aber auch eine Gelenkentfernung oder der Ersatz durch ein künstliches Gelenk sind möglich.

Illustration Gelenkversteifung
Gelenkversteifung
Illustration Gelenkentfernung
Gelenkentfernung
Illustration künstlicher Gelenkersatz
künstlicher Gelenkersatz

Welches Verfahren das beste für die vorliegende Situation ist, besprechen wir ausführlich im persönlichen Gespräch.

Nachbehandlung

Die Knochenheilung dauert in der Regel 6 Wochen. Während dieser Zeit kann der Fuß in einem Verbandsschuh belastet werden.

Wurde eine gelenkerhaltende Operation durchgeführt, ist  eine frühzeitig einsetzende, intensive Krankengymnastik für einen guten Behandlungserfolg erforderlich.