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Was ist ein Hallux valgus?

Hierunter versteht man die Fehlstellung der Großzehe (Hallux) nach außen (valgus=Richtung der Fehlstellung). Hochhackige oder zu enge Schuhe verstärken häufig die Fehlstellung. Ursache für die Bildung eines Hallux valgus ist meist eine veranlagte Bindegewebsschwäche (erbliche Vorbelastung), die zur Entwicklung eines Spreizfusses führen kann. Dadurch tritt der 1. Mittelfußknochen nach innen heraus und bildet den "Ballen".

Grafische Darstellung eines Hallux valgus
Hallux valgus

Neben dem kosmetisch unschönen Erscheinungsbild kann der Ballen schmerzhafte Druckprobleme im Schuh mit Hornhautschwielen, aber auch eine Rötung der Haut mit Schwellungen bis zu Entzündungen verursachen. Zusätzlich leidet das Großzehengrundgelenk unter der falschen Stellung der Großzehe und es kommt zu einem zunehmenden Verschleiß mit Schäden am Gelenkknorpel (Arthrose) und mit Schmerzen bei der Bewegung.

Diese Veränderungen führen häufig zu einer falschen Belastung und einem gestörten Abrollvorgang über die Großzehe. Häufige Folge daraus sind eine Überlastung mit Schmerzen der benachbarten Zehen, Gelenke und Mittelfußknochen ("Metatarsalgie").

Behandlung

Je nach Ausprägungsgrad der Fehlstellung liegt ein entsprechendes Stadium vor. Davon abhängig ist dann das Operationsverfahren, das zur Korrektur angewendet wird. In den meisten Fällen sind die neuen, gelenkerhaltenden Verfahren möglich. Auch die fortschreitende Arthrose kann mit Hilfe der neuen fusschirurgischen Methoden gemildert werden.

Nachbehandlung

Die Anwendung von modernen Therapiekonzepten mit neuen Operationstechniken und Verwendung von neuartigen Materialien, wie z.B. Titanplatten mit besonders stabiler Verbindung zwischen Platte, Schrauben und Knochen ermöglicht meist ein sofortige Belastung des Fußes in einem speziellen Verbandsschuh ohne Anwendung von Gehstützen.

Die Knochenheilung dauert in der Regel 6 – 8 Wochen. Während dieser Zeit muß der Verbandsschuh getragen werden.

Die Verordnung von Physiotherapie zur Mobilsierung der Gelenke und zum Abschwellen (Lymphdrainagen) ist häufig erforderlich.