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Was ist ein "Morton-Neurinom"?

Das sogenannte Morton-Neurinom, gleichbedeutend mit der Morton-Neuralgie oder dem Morton-Syndrom, ist eine schmerzhafte Verdickung der Nervenaufzweigung im 3., seltener auch im 2. Zehenzwischenraum, also zwischen der 3. und 4. oder der 2. und 3. Zehe. Die Schmerzen werden typischerweise als "einschießend, wie ein elektrischer Stromschlag", häufig verbunden mit einem Taubheitsgefühl, beschrieben.

Illustration Morton-Neurinom
Morton-Neurinom

Behandlung

Wenn die Behandlung mit Injektionen und/oder Einlagen nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann eine Operation helfen: Dabei wird entweder der Nerv mit seiner Aufzweigungstelle freigelegt und von einer möglichen Einengung befreit oder der verdickte der Nervenknoten entfernt. Danach kommt es meist zu einer Minderung der Gefühlsempfindlichkeit der beiden betroffenen Zehen.

Nachbehandlung

Wenn die Wunde nach 14 Tagen gut verheilt ist, wird das Nahtmaterial entfernt. Während dieser Zeit wird ein Verbandsschuh getragen. Danach ist eine schnelle Vollbelastung des Fußes wieder möglich.


Was ist ein Tarsaltunnelsyndrom (TTS)?

Ähnlich wie bei der Hand, gibt es am Fuß unter dem Innenknöchel einen festumschlossenen Kanal, in dem Nerven, Gefäße und Sehnen laufen. Wenn dieser Kanal z.B. durch einen Knochenvorsprung oder durch Krampfadern der Venen in diesem Bereich zu eng wird, kann es zu einem verstärkten Druck auf den hier verlaufenden Nerven oder einen hier abzweigenden Äste kommen. Daraus können starke Schmerzen im Bereich der ganzen Ferse resultieren, die ggf. mit einem schmerzhaften "Fersensporn" verwechselt werden können.

Behandlung

Wenn die Diagnose gesichert ist, ist eine operative Behandlung mit Durchtrennung der Bindegewebsschicht, die den "Deckel" des Kanals bildet, möglich. Dadurch wird der Nerv befreit und kann sich von seiner Einengung "erholen". In der Regel wird dadurch Schmerzfreiheit erreicht.

Nachbehandlung

Bis zum Abschluß der Wundheilung wird ein Verbandsschuh, in dem der Fuß belastet werden kann, getragen. Danach ist der Wechsel auf einen Turnschuh möglich. Durch die Operation kann es zu einer Schwellung im Operationsgebiet kommen, die mehrere Wochen anhalten kann.