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Was ist ein plantarer Fersensporn?

Meist durch eine Absenkung des Fußlängsgewölbes ("Senk-/Plattfuß") bedingt gerät die Bindegewebsplatte, die sich unter der Fußsohle vom Fersenbein bis zu den Zehengrundgelenken aufspannt, unter einen verstärkten Zug.

Das kann zu einer knöchernen Ausziehung ("Sporn") am Unterrand des Fersenbeins führen, die man im Röntgen-Bild erkennt. Nicht dieser Knochensporn selbst ist, wie man früher dachte, schmerzhaft, sondern die Reizung der gespannten Bindegewebsplatte an ihrem Knochenansatzpunkt – dort, wo sich der Sporn gebildet hat.

Es gibt auch andere Ursachen für einen solchen Fersenschmerz, z.B. einen beengten Nerv (s. "Nervenengpasssyndrom/Tarsaltunnelsyndrom). Vor der Diagnose eines schmerzhaften Fersensporn müssen solche Ursachen ausgeschlossen werden.

Illustration plantarer Fersensporn
plantarer Fersensporn

Behandlung

Zunächst werden Einlagen zur Unterstützung des Längsgewölbes mit einem eingearbeiteten Fersenkissen verordnet. Dazu kommen krankengymnastische Dehnübungen und ggf. die Therapie mit entzündungshemmenden Tabletten oder örtlichen Spritzen. Tritt kein Behandlungserfolg ein, werden als nächster Schritt Röntgen-Reizbestrahlungen und/oder eine Stoßwellentherapie empfohlen.

Als letzte Therapiemöglichkeit bleibt eine Operation, wobei entweder offen oder endoskopisch ("minimalinvasiv") die Bindegewebsplatte zur Entlastung am Knochenansatzpunkt etwas eingekerbt wird. Die minimalinvasive Methode hat den Namen:"endoskopische Fasziotomie (EPF)".

Nachbehandlung

Der operierte Fuß kann schnell in einem Verbandsschuh, der für 2 Wochen getragen werden muss, wieder belastet werden.